Auf den ersten Blick scheint das Bibelwort einen „belastenden“ Aspekt zu haben. Aber auch das gemeinsame Tragen der Lasten des anderen macht Gemeinschaft aus.
Nach dem biblischen Bericht (Lk. 23, 26) trug Simon von Kyrene das Kreuz Jesu Christi. Es wurde ihm auferlegt, er weigerte sich nicht. So gilt er bis heute als Vorbild für die Nachfolge des Herrn.
Auch wenn es viele Hilfsorganisationen im Land gibt, ist es der Dienst der Christen, dort zu helfen, wo es nötig ist.
In Anlehnung an Galater 6: „Brüder und Schwestern, wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist ...“ sind Christen aufgerufen, auch unter den Folgen von Schuld zu leiden und nicht zu sagen „selbst schuld“, sondern dies mit Sanftmut und ohne Vorwürfe zu tun. Das ist oft keine leichte Aufgabe. Christen scheinen manchmal besonders hart zu urteilen. Das darf nicht sein.
Menschen machen aus ihrer Situation heraus Gott Vorwürfe: Ich habe alles für dich getan, dir gedient, auf deinen Segen gehofft und nichts hat geklappt. Dann kommen Schicksalsschläge, Trauer und schwierige Situationen. Der Bezirksapostel rief dazu auf, hinzuschauen, das Gespräch zu suchen und wenn die Worte fehlen, mit einem Händedruck oder einer stillen Umarmung das „Mittragen“ auszudrücken. Auch in diesen Situationen gelte: „Beten wirkt.“
Der Bezirksapostel ging auf das Amt ein. Ein Amt sei an sich keine Last, aber es sei auch manchmal etwas zu tragen. Gott gebe vielleicht auch einmal ein Amt oder eine Aufgabe, damit man bleibe - vielleicht auch eine Zeit der Verpflichtung, bis der Glaube wieder wachse.
Die Feier des Abendmahls für die Entschlafenen hatte einen besonderen Charakter. Vor dem Gottesdienst wurde die Gemeinde über den Tod eines Glaubensbruders informiert, der im Alter von 33 Jahren verstorben war. So wurde besonders derer gedacht, die in jungen Jahren in die Ewigkeit gegangen sind.
Im Verlauf des Gottesdienstes wurde für die Gemeinde eine Glaubensschwester zur Diakonin ordiniert und für ihren Dienst gesegnet.
Ein weiterer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Segensspendung an Apostel i.R. Gerald Bimberg und seiner Frau zur Goldenen Hochzeit. Apostel Gerald Bimberg war viele Jahre in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Polen, Russland und der Slowakei tätig. Immer war er bemüht, die jeweiligen Sprachen zu lernen, um mit den Gemeindemitgliedern in Kontakt treten zu können. Seine Frau Ulla, die vier Kinder und die ganze Familie unterstützten ihn dabei. Der Bezirksapostel hob in diesem Zusammenhang die Opferbereitschaft der Ehefrau und der ganzen Familie hervor und dankte ihnen.
Die kraftvollen musikalischen Beiträge des Bläserensembles, das aus dem ehemaligen sächsischen Arbeitsbereich von Apostel Bimberg zur Überraschung angereist war, verliehen dem Gottesdienst einen besonderen Glanz.
Neuapostolische Kirche