Abendgottesdienst in Dessau:
erstmals mit Bezirksapostel Krause

Die Gemeinden Dessau, Wolfen und Zerbst sowie zahlreiche Amtsträger des Kirchenbezirks Dessau feierten am Mittwochabend, den 5. Oktober 2017 zum ersten Mal einen Gottesdienst mit Bezirksapostel Rüdiger Krause (Norderstedt).

Aufgrund der Schulferien in Sachsen-Anhalt konnten auch viele Kinder diesen besonderen Abendgottesdienst erleben. Bezirksapostel Krause zeigt sich beeindruckt von der „prächtigen Kirche“, dem Chorgesang und der Instrumentalgruppe, die vor dem Gottesdienst in Erscheinung trat.

Der Bezirksapostel begann seine Predigt mit Emotionen. So berichtete er von seinen negativen Gefühlen, die ihn immer dann beschlichen, wenn er in einem Gerichtsgebäude unterwegs sei. Diese stellte er den sich einstellenden positiven Gefühlen gegenüber, wenn er eine Kirche betrete oder sich seiner Heimat nähere. Für die Gemeinde bezog er diese dann auf die Einladung Jesu „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid“ (Matthäus 11,28).

Bezirksapostel Krause brachte der Gemeinde auch seinen persönlichen Dank für alle Zuwendungen und Spenden im Rahmen des Erntedankfestes zum Ausdruck. Er ging in diesem Zusammenhang näher auf die Begriffe Aussaat und Ernte ein und verdeutlichte diese anhand persönlicher Erlebnisse. Auch versäumte er es nicht, einen mahnenden Hinweis in Bezug auf die globale Verteilungsungerechtigkeit anzubringen.

Im weiteren Verlauf der Predigt entwickelte der Bezirksapostel Gedanken zur eher selten thematisierten Salbung Jesu durch die Sünderin (Lukas 7, 36ff). Er beleuchtete die Motive, die Menschen haben, um sich Jesus zu nähern. Besonders betonte er dabei die Liebe (der Sünderin), die im Gegensatz zu dem angestrebten Schlagabtausch des Pharisäers steht. „Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt“ sagt Jesus über die Sünderin mit Betonung auf der Liebe als Voraussetzung für die Sündenvergebung. Die Vergebung und das Maß der Vergebung seien somit Konsequenz unserer Motive für die Begegnung mit Jesus, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich. Als Christ sei es notwendig, immer auf dem Weg zu sein, immer unterwegs zu sein. In Bezug auf die persönliche Sündenvergebung bedeute dies, sich ändern, lieben und vergeben zu wollen.

Abschließend appellierte der Bezirksapostel daran, durch christliches Vorbild eine neue Kultur zu schaffen. Man müsse nicht in jedes „Haifischbecken“ des Alltags springen. Die Kraft des Heiligen Geistes gelte es, nicht zu unterschätzen.

Der Abschied von der Gemeinde war mit dem Wunsch und dem Versprechen verbunden, in Verbindung zu bleiben.