Gott ist immer erreichbar

Zum Abschluss der Herbstferien hatte Bischof Petereit die Kinder der Bezirke Dessau und Torgau zu einem Kindergottesdienst nach Coswig eingeladen.

Dieser Einladung waren viele Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Betreuern gefolgt, so dass die Kirche in Coswig voll besetzt war.

Zu Beginn des Gottesdienstes las Bischof Petereit Matthäus 6, 6 vor:

„Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.“

Damit war den Kindern das Thema des Gottesdienstes klar: es ging um das Gebet.

Gemeinsam erarbeiteten der Bischof und die Kinder die verschiedenen Aspekte des Betens.

Wann soll man beten?
Gebete sind fester Bestandteil des Tagesablaufs. Beten kann man aber auch bei besonders freudigen und traurigen Ereignissen oder bei besonderen Sorgen, beispielsweise vor einer Klausur.

Was soll man beten?
Gebete bringen die Dankbarkeit des Beters zum Ausdruck. Man darf Gott aber auch um etwas bitten. Auch die Fürbitte gehört zum Gebet, beispielsweise für Kinder, denen es nicht so gut geht.

Anschließend sprach der Bischof etwas an, was einige der Kinder schon erlebt hatten: Gott hört zwar jedes Gebet, aber er erhört nicht jedes Gebet. Ein Vergleich aus dem Alltag der Kinder öffnete dafür das Verständnis: auch Eltern erfüllen nicht alle Wünsche ihrer Kinder. Kinder verstehen das häufig nicht. Aber die Eltern sehen auch die Gefahren, die manchmal mit der Erfüllung des Wunsches verbunden wären. Auch Gott weiß, was für uns gut ist und was uns möglicherweise schaden könnte.

Die Bezirksältesten Mundt und Lutz wurden noch an den Altar gebeten und vertieften das Besprochene durch Beispiele aus der Bibel. Erwähnt wurden dabei die Gebetserhörungen des Propheten Elia und die Erzählung von Daniel in der Löwengrube. Bezug nehmend auf das Bibelwort wurde den Kindern empfohlen, sich für das Gebet Zeit zu nehmen und sich auf das Gebet zu konzentrieren.

Der Gottesdienst wurde musikalisch von Kindern der Gemeinde Coswig und des Bezirks Torgau gestaltet, die abwechselnd sangen und musizierten.

Abschließend fasste der Bischof den Gottesdienst in wenigen Sätzen zusammen und ermunterte die Kinder zu beten, also mit Gott zu sprechen. Gott sei immer erreichbar. Das Gebet sei nicht an eine äußere Form gebunden, sondern könne immer und überall erfolgen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ging der Gottesdienst zu Ende. Der Bischof wünschte allen Kindern einen guten Start in die neue Schulwoche.

Nach dem Gottesdienst lag für jedes Kind für die teilweise doch längere Heimfahrt ein Lunchpaket bereit.

Text: W. F. / Fotos M. Z.