Open-Air-Jugendgottesdienst

Jugendliche der Bezirke Dessau, Magdeburg und Stendal feierten gemeinsam einen Open-Air-Gottesdienst.

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Jugendlichen in der Wasserburg in Dessau-Roßlau, um gemeinsam einen Gottesdienst zu erleben.

Den Gottesdienst leitete Evangelist Thomas Seydler, Bezirksjugendleiter des Bezirks Dessau. Als Bibelwort diente Apostelgeschichte 12, 7-8:

"Siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!“

Anhand des biblischen Beispiels, aber auch durch die Schilderung persönlicher Erlebnisse wurde die Vielfältigkeit göttlicher Hilfe dargestellt.

Durch das Bild des schlafenden Petrus und des ihm in die Seite stoßenden Engels wird beispielsweise anschaulich, dass Hilfe unerwartet, aber auch schmerzhaft sein kann.
Weiterhin kann man daraus ableiten, dass Gottes Wege unergründlich sind, nicht nach menschlichen Vorstellungen verlaufen und im ersten Moment eventuell auf unser Unverständnis treffen können. Der Apostel Petrus musste vor seiner Errettung erst ins Gefängnis. Er hat auf die Hilfe Gottes vertraut, obwohl Apostel Jakobus kurze Zeit vorher bei einer ähnlichen Situation getötet wurde.

Den Gottesdienstbesuchern wurde empfohlen, wie diese beiden erwähnten Apostel darauf zu vertrauen, dass Gott alle Wege kennt. Viele vermeintlich schlechten Wege können sich so als gut und für uns vorteilhaft erweisen.

Zur weiteren Wortverkündigung wurden die Priester Voigt (Bezirk Magdeburg) und David (Bezirk Stendal) an den Altar gebeten. Sie vertieften die Botschaft des Gottesdienstes: Vertraue Gott und glaube ernsthaft an ihn, dann wird er dir helfen!

Nach dem Gottesdienst konnten die Jugendlichen bei Kaffee, Kuchen, Würstchen und Salat in dem besonderen Ambiente der Wasserburg den Vormittag bei Gesprächen ausklingen lassen.

Außerdem wurden Workshops zur Liturgie der Neuapostolischen Kirche, zum Thema „Kirche im Mittelalter“ und zum gemeinsamen Singen angeboten.

Der Workshop „Neue Liturgie - weshalb und warum?“ bot die Möglichkeit, sich über die erweiterte Liturgie auszutauschen.Schwerpunkte der Diskussion lagen beim trinitarischen Eingang, dem Gebet „Unser Vater“ und dem Schlusssegen. Durch den intensiven Gedankenaustausch wurde deutlich, dass durch die erweiterte Liturgie die Gottesdienste mehr Ruhe, Andacht und Heiligkeit gewinnen. Damit war die Eingangsfrage „Neue Liturgie - weshalb und warum?“ beantwortet.

Ein weiterer Workshop befasste sich mit dem Thema „Kirche im Mittelalter“. Die damalige Gesellschaft, in der die Kirche eine wichtige Stellung besaß und sich große Autorität und direkten Einfluss auch in politischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten erwarb, prägte das Erscheinungsbild und die Glaubenspraxis nachhaltig.

Von vielen Teilnehmern wurde der Sonntagvormittag als sehr gelungen empfunden und der Wunsch nach einer Wiederholung geäußert.


Text: A.W., Bilder: D.S, W.K.