Konfirmationsgottesdienst in Coswig (Anhalt)

Am ersten Sonntag im April besuchte Bezirksapostel Klingler die Gemeinde Coswig. Eingeladen waren auch die Glaubensgeschwister aus Nudersdorf. Aus beiden Gemeinden empfingen insgesamt vier Konfirmanden den Segen zur Konfirmation.

Vor dem Gottesdienst las Evangelist Gerald Müller, Vorsteher der Gemeinde Coswig, den Konfirmandenbrief und das Konfirmationswort vor, das der Stammapostel den Konfirmanden in diesem Jahr widmet:

„Wer ist der Mann, der den Herrn fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.“


Diesen Bibelvers (Psalm 25, 12) legte der Bezirksapostel auch dem Konfirmationsgottesdienst zugrunde.

Er führte dazu in seiner Predigt aus, dass der Verfasser des 25. Psalms, der König David, dieses Gebet nicht nur mit den Lippen gesprochen, sondern sich dabei dem Herrn ganz hingegeben habe. Der Bezirksapostel ermunterte die Konfirmanden und die ganze Gemeinde, sich im Gebet ebenfalls Gott immer wieder ganz hinzugeben.

Dabei gelte es zunächst, dem Allmächtigen alle Ängste, Sorgen und Nöte darzubringen, um dadurch die Seele von diesen Dingen frei zu machen. Dann sei Raum für Anbetung und eine Zukunft mit Gott. Das Gebet bilde so eine Klammer, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbinde. Gott könne dem gottesfürchtigen Beter dann einen Weg weisen.

Derjenige, der so den Herrn fürchte, werde im Guten wohnen (Vers 13), also in Gott zu Hause sein. Der Gottesfürchtige werde Gott zum Freund haben (Vers 14) und erleben, dass Gott auf den geschlossenen Bund besonders achten werde. Gott werde sogar unseren Fuß, der sich möglicherweise durch eigenes Verschulden in einem Netz verfangen habe, aus diesem Netz ziehen (Vers 15).

Zur weiteren Wortverkündigung wurde Apostel Korbien an den Altar gebeten.

Zum Abschluss des Predigteils leitete der Bezirksapostel mit einigen Worten zur Sündenvergebung über. Ein gemeinsam gesungenes Bußlied gab jedem Gottesdienstteilnehmer die Möglichkeit zur persönlichen inneren Einkehr.

Nach dem gemeinsamen Gebet des „Unser Vater“ und der Absolution spendete der Bezirksapostel einem Kind die Gabe Heiligen Geistes. Ein Doppelquartett bereitete diesen Teil des Gottesdienstes mit dem Choral „Du meine Seele singe“ von Paul Gerhardt vor.

Dann folgte die Ansprache und Segnung der vier Konfirmanden.

Nach der anschließenden Feier des Heiligen Abendmahls mit der Gemeinde wurde durch den Bezirksapostel dieses Sakrament auch den Entschlafenen gespendet.

Der durch Wortverkündigung, Spendung der Sakramente, Segnung der Konfirmanden und Musik sehr vielfältige Gottesdienst endete mit dem Anbetungslied „Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte“. Dieser Schlusspunkt wurde gemeinsam von Chor, Orgel und Trompete gestaltet und bot eine willkommene Möglichkeit, das gerade Erlebte noch einmal zu reflektieren.

W.F.