3. „Lutherrallye“ in der Lutherstadt Wittenberg

Religionsschülern die Reformation nicht nur im Unterricht zu vermitteln, sondern an den Originalschauplätzen erlebbar zu machen, ist das Anliegen der „Lutherrallye“, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand.

Bislang richtete sich dieses Angebot an die Religionsschüler des Bezirks Dessau. In diesem Jahr beteiligten sich auch die Bezirke Magdeburg, Nordhausen und Torgau. Somit war die diesjährige „Lutherrallye“ eine kleine Premiere, und das Organisationsteam um Evangelist Brauckhoff wartete gespannt auf die Teilnehmer.

Pünktlich um 10 Uhr waren alle am vereinbarten Treffpunkt zur Stelle. Bei Sonnenschein begrüßten „Historienschreiber Gottfried III.“, „Dr. Martin Luther“ und „Philipp Melanchthon“ die versammelten Religionsschüler und deren Betreuer mit den Worten:

WIR BEGRÜSSEN EUCH IN DER LUTHERSTADT WITTENBERG UND HEISSEN EUCH ALLE AN DEN ALTEHRWÜRDIGEN STÄTTEN DER REFORMATIONSGESCHICHTE HERZLICH WILLKOMMEN!

Nach einem kurzen Gebet wurde das weitere Programm des Tages bekannt gegeben und die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Um diese gut unterscheiden zu können, erhielten sie verschiedenfarbige Basecaps. „Luther“, „Melanchthon“ und der „Historienschreiber“ führten je eine Gruppe auf verschiedenen Routen durch den historischen Teil der Lutherstadt. Jede Route führte zu den bekannten Stätten der Reformation: Schlosskirche, Stadtkirche, Cranachhof, Melanchthonhaus, Lutherhaus und Wohnhäuser bedeutender Persönlichkeiten.

Die Religionsschüler hatten sich auf diesen Rundgang gut vorbereitet und hielten an verschiedenen Stellen kurze Referate über Persönlichkeiten und Ereignisse. Ergänzend wurden durch die jeweiligen Gruppenleiter stadtgeschichtliche Informationen vermittelt. Auf dem Marktplatz konnten als Besonderheit in diesem Jahr 800 „Luther-Botschafter“ im Rahmen einer Installation des Künstlers Ottmar Hörl bewundert werden.

Während des Rundgangs hatten die Schüler die Aufgabe, insgesamt 12 Fragen zu beantworten. Diese waren zwar ganz schön knifflig, wurden aber durch die gute Vorbereitung und aufmerksames Hören der Kurzreferate zum größten Teil richtig beantwortet. Die Gruppe „Magdeburg“ hatte gegen Ende des Rundgangs sogar noch die Möglichkeit, die historische Druckerstube auf dem Cranachhof zu besichtigen und selbst etwas zu drucken.

Nach der gut zweistündigen Rallye trafen alle Teilnehmer am vereinbarten Treffpunkt ein. „Endlich essen und trinken“ hörte man angesichts des dort bereitgestellten Imbisses. Dann ließ man sich Getränke, Würstchen und Kuchen schmecken.

Beim gemeinsamen Schlussgebet fielen dann doch noch einige Regentropfen, so dass mancher auf dem Weg zum Auto etwas nass wurde. Bei der Verabschiedung erhielt jeder Religionsschüler zur Erinnerung ein am Morgen aufgenommenes Gruppenfoto. Müde, aber mit vielen neuen Eindrücken und vertieftem Wissen über die Reformation ging es dann wieder nach Hause.

Die Bemerkung einiger Betreuer, dem Lehrplan des Religionsunterrichts folgend auch in drei Jahren wieder eine „Lutherrallye“ zu veranstalten, beantworteten die Organisatoren mit der Einladung: Herzlich willkommen!

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