Vorstehertag in Zerbst

Am letzten Samstag im Mai trafen sich die Vorsteher des Bezirks Dessau und ihre Ehefrauen zu einem gemeinsamen Vorstehertag. Gastgeber war die Gemeinde Zerbst. Im Mittelpunkt des Tages standen die Gemeinschaft und der Gedankenaustausch.

Am letzten Samstag im Mai trafen sich die Vorsteher des Bezirks Dessau und ihre Ehefrauen zu einem gemeinsamen Vorstehertag. Gastgeber war die Gemeinde Zerbst. Im Mittelpunkt des Tages standen die Gemeinschaft und der Gedankenaustausch.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bezirksältesten Koselack in unserer Kirche in Zerbst gab der Vorsteher der Gemeinde, Pr. Braune, in kurzen Worten Einblicke in die Geschichte der Stadt Zerbst. Im Mittelalter kreuzten sich in Zerbst zwei bedeutende Handelsstraßen, was der Stadt damals zu Einfluss und Wohlstand verhalf. Berühmt war zu dieser Zeit auch das in Zerbst gebraute Bier, das weithin exportiert wurde. Man schätzt, dass es damals in jedem zweiten Haus der Stadt eine Brauerei gab. Beim anschließenden kurzen Stadtrundgang war davon an diesem ziemlich warmen Frühlingstag leider nichts mehr zu sehen. Der Rundgang führte über das Museum der Stadt Zerbst, in dem noch einmal die Geschichte der Stadt lebendig wurde, zurück zur Kirche.

Dort war von fleißigen Gemeindemitgliedern bereits eine Tafel für das Mittagessen aufgebaut worden. Vor dem Mittagessen mussten die Vorsteher aber noch ihre Küchenqualitäten unter Beweis stellen: es galt, innerhalb von 3 Minuten möglichst viel Spargel zu schälen. Dass "Weniger" manchmal "Mehr" sein kann, bewahrheitete sich, als der Sieger feststand und der erste "Preis" bekanntgegeben wurde: einen Gottesdienst in Zerbst leiten. Einige Vorsteher haben es vielleicht geahnt und auf den "Sieg" verzichtet.

Da die Region um Zerbst ein traditionelles Spargelanbaugebiet ist, war klar, was es an diesem Tag zu essen geben würde: Spargel satt. Dieser wurde vorzüglich zubereitet angeboten und restlos verspeist. Beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken bot sich noch einmal ausreichend Gelegenheit für einen intensiven Gedankenaustausch. Gegen Abend ging dann der mittlerweile zweite Vorstehertag des Bezirks zu Ende. Der Dank aller Teilnehmer geht an die Organisatoren dieses Tages und an die fleißigen Hände und Köche der Gemeinde Zerbst.

Im Jahr 2009 gab es bereits eine ähnliche Zusammenkunft im Anschluss an einen Sonntagsgottesdienst. Die positiven Erfahrungen, die durch diese Begegnungen außerhalb offizieller Termine und Besprechungen gemacht wurden, lassen davon ausgehen, dass es auch weiterhin solche Vorstehertage geben wird.

Text: W.F., Fotos: K.K.

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