700 Jahre "Kirche zum Heiligen Geist"

Das Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche in Calbe wurde am 10. April 1305 in einer Urkunde des Rates der Stadt Calbe zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Das 700-jährige Jubiläum des Bauwerkes beging die Gemeinde mit einem "Tag der offenen Tür", einem Festgottesdienst und einem Konzert.

Die "Kirche zum Heiligen Geist" ist eines der ältesten noch erhaltenen Bauwerke von Calbe. Ihre Errichtung soll Papst Innocenz III. (1168-1216) angeregt haben.

1702 predigte der Gründer der Fränkischen Stiftungen Halle, August Hermann Franke in dieser Kirche. Später wurde sie nur noch zu profanen Zwecken genutzt, wobei das Gebäude sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Im Jahre 1945 musste sich die neuapostolische Gemeinde, die seit 1907 in Calbe ihre ersten Gottesdienste hatte und seitdem stark angewachsen war, neue Räumlichkeiten suchen. Der damalige Vorsteher der Gemeinde Walter Müller sen. verhandelte mit dem sowjetischen Stadtkommandanten. Dieser bot der Gemeinde die "Kirche zum Heiligen Geist" zur Nutzung an.

Im Jahre 1948 konnte die Neuapostolische Kirche im Tausch gegen ein anderes Gebäude das Kirchengebäude als Eigentümer erwerben. Danach begann eine beispiellose Rettungsaktion des alten Gebäudes, an der die damaligen Geschwister der Gemeinde Calbe großen Anteil hatten.

Die Festwoche zum 700-jährigen Jubiläum der Kirche wurde durch einen Tag der offenen Tür eingeleitet, der bei der Bevölkerung großen Anklang fand. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete ein Festgottesdienst am Sonntag, dem 5. Juni 2005., in dem besonders der wechselvollen Geschichte des Gebäudes gedacht wurde. Den Abschluss der Festwoche bildete ein geistliches Konzert von Chor und Kammerorchester der Gebietskirche Sachsen-Anhalt. Aus Platzgründen fand es in der evangelischen Kirche St. Stephani statt, die die Evangelische Kirche freundlicherweise zur Verfügung stellte.

A.G.

Weitere Informationen zur Geschichte der "Kirche zum Heiligen Geist" finden Sie in einer Festschrift.