Jugendtreffen in Wittenberg

Am Pfingstmontag trafen sich die Jugendlichen der Bezirke Dessau und Torgau in der Lutherstadt, um gemeinsam auf den Spuren Luthers und seiner berühmten Zeitgenossen zu wandeln.

Inzwischen ist es eine schöne Tradition geworden, dass sich die Jugendlichen der Bezirke Dessau und Torgau am Pfingstmontag treffen, um gemeinsam einen Tag in lockerer Atmosphäre zu erleben. In diesem Jahr fand das Treffen in der Lutherstadt Wittenberg statt. Zur Freude aller Anwesenden fand sich am vereinbarten Treffpunkt, dem "Bunkerberg", auch Apostel Korbien ein.

Ein solches Pfingstmontagstreffen beginnt meist damit, dass die Jugendlichen kurz nach der Ankunft in Gruppen eingeteilt werden. Diese Gruppen müssen dann verschiedene Aufgaben lösen.So auch dieses Mal: Bei der - leider verregneten - Ankuft ahnten die Teilnehmer noch nichts, als sie gebeten wurden, sich ein Getränk auszusuchen. Kurze Zeit später fanden sie sich dann im Team "Caprisonne" oder "Apfelschorle" wieder.

Thema dieses Treffens war: Dr. Martin Luther, seine Zeitgenossen und seine Stadt.

Der Weg durch die Stadt - es hatte pünktlich aufgehört zu regnen - führte über insgesamt acht Stationen. An jeder Station wartete eine berühmte Wittenberger Persönlichkeit in mittelalterlichem Gewand und empfing die Gruppen. In einleitenden Sätzen stellte diese "historische" Persönlichkeit zunächst einmal sich selbst und ihre Geschichte vor. Anschließend wurde eine Aufgabe gestellt, bei der die Jugendlichen ihr praktisches Geschick, ihr künstlerisches Talent oder ihre Merkfähigkeit unter Beweis stellen mussten.

  • Das Kind von Katharina von Bora musste möglichst schnell gewickelt werden.
  • Lucas Cranach, der bekannte Maler und Freund Luthers, bestand darauf, ein Bild zu malen.
  • Paul Gerhardt interessierte sich dafür, welche seiner Lieder im neuen Gesangbuch zu finden sind. Einen besonderen Bonus gab es, wenn ein Lied auch noch gesungen werden konnte.
  • Etwas gruselig wurde es vor dem Wittenberger Schloss: die "Weiße Frau", das Gespenst des Wittenberger Schlosses, ließ ihren sonst streng bewachten Goldschatz schätzen.
  • Martin Luther forderte dazu auf, die zehn Gebote in richtiger Reihenfolge aufzuschreiben.
  • Johannes Bugenhagen legte Wert auf die korrekte Reihenfolge des griechischen Alphabets.

Die recht kniffligen Aufgaben wurden von allen Gruppen gut gelöst. Nach diesem informativen Stadtrundgang trafen sich alle im Wittenberger Volkspark, um sich zunächst bei Nudeln und Tomatensoße zu stärken.

Die besonders Sportlichen hatten dann die Möglichkeit, Fußball oder Volleyball zu spielen. Andere zogen es vor, spazieren zu gehen, sich zu unterhalten, das reichhaltige Kuchenbuffet zu plündern oder neue Bekanntschaften zu schließen, denn an diesem Pfingstmontag waren erstmals auch Jugendliche aus dem ehemaligen Bezirk Aschersleben dabei.

Traditionell fand zum Abschluss dieses Tages noch die Siegerehrung statt - in diesem Jahr nahm sie Apostel Korbien vor.

Anschließend gab der Apostel den Veranstaltungsort für den Pfingstmontag 2008 bekannt: die Bachstadt Köthen. Als "Gedankenstütze" überreichte er dem zuständigen Jugendleiter den bekannten Wanderpokal. Und dann war dieser schöne Tag leider auch schon wieder vorbei. Wir freuen uns schon auf den Pfingstmontag 2008!

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