Jugendwochenende in Kelbra

Mehr als 30 Jugendliche aus dem Kirchenbezirk Dessau mit ihren Betreuern trafen sich zu einem gemeinsamen Wochenende in Kelbra.

Bei schönem Wetter machten sich am Freitag, dem 19. Oktober 2007 mit großer Vorfreude auf ein gemeinsames Wochenende 33 Jugendliche und 5 Betreuer aus dem Bezirk Dessau auf den Weg nach Kelbra. In der dortigen Jugendherberge angekommen, konnten sich die von der Reise mittlerweile sehr hungrigen Jugendlichen mit einem exzellenten Abendessen stärken.

Zu bereits vorgerückter Stunde trafen sich dann alle im Seminarraum. Einige Jugendliche stellten dort in kleinen szenischen Darstellungen Gleichnisse Jesu nach, die absichtlich mit kleinen Fehlern versehen waren. Die Zuschauer erwiesen sich jedoch als bibelkundig und konnten alle Fehler entdecken. Darüber hinaus gab es aber auch reichlich Gelegenheit, sich kennen zu lernen und Gespräche zu führen. Den offiziellen Teil des Abends beschloss ein gemeinsames Nachtgebet, dem dann noch der übliche inoffizielle Teil mit Spielen und Gesprächen bis weit in die Nacht hinein folgte.

Am nächsten Morgen konnten sich alle an einem reich gedeckten Frühstückstisch für den neuen Tag stärken. Das war auch notwendig, denn es sollte ein Tag großer Gegensätze werden. Zunächst stand der Besuch des Salzbergwerks Sondershausen auf dem Plan. Mit einem Fahrstuhl ging es etwa 750 Meter in die Tiefe und dort ungefähr 10 Kilometer durch unterirdische Schächte. Glücklicherweise nicht zu Fuß, sondern mit einem LKW. Es war beeindruckend zu sehen, mit welchen Gerätschaften und unter welchen körperlichen Anstrengungen die Bergleute früher ihre Arbeit verrichten mussten.

Nach einer Stärkung mit Bratwurst und Brötchen fuhren die Jugendlichen zurück zur Jugendherberge, die direkt unterhalb des Kyffhäuserdenkmals liegt. Selbstverständlich wollten die meisten dem Wahrzeichen der Region einen Besuch abstatten. Dazu war aber zunächst eine rund einstündige Bergwanderung notwendig. Für viele Jugendliche war das nicht Anstrengung genug, so dass auch noch die 247 Stufen des Turms erklommen wurden. Diese Mühe wurde aber durch einen wunderschönen Blick auf das herbstliche Panorama belohnt.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in der Jugendherberge trat das erste Problem dieses Wochenendes auf: es fehlte das Holz für ein Lagerfeuer. Aber dank einiger mutiger Jungs, die sich auch noch zu später Stunde aufmachten, um Holz zu sammeln, konnte dieser Tag doch noch am knisternden Lagerfeuer ausklingen.Gegen 21 Uhr kam der Bezirksjugendleiter des Bezirks Nordhausen zu Besuch, um sich einen Eindruck über seine Sonntagsgäste zu verschaffen.

Am Sonntag wurde schnell gefrühstückt und gepackt, um rechtzeitig zum Gottesdienst in Nordhausen zu sein. Der Bezirksälteste Niebhagen, der den Gottesdienst leitete und über Epheser 4, 11 und 12 predigte, hieß die Gäste aus dem Bezirk Dessau herzlich willkommen und forderte sie auf, sich wie zu Hause zu fühlen. Das war nicht schwer, denn die jungen Gäste wurden als Sänger im Chor oder als Instrumentalisten in die Gestaltung des Gottesdienstes eingebunden. Im Anschluss an den Gottesdienst stellten die Glaubensgeschwister der Gemeinde Nordhausen ein liebevoll bereitetes Mittagessen bereit. Derart gestärkt und dankbar für die erlebte Gemeinschaft konnte die Heimreise angetreten werden.

Autor: A.W. / W.F.